Was man über Alkoholmissbrauch wissen sollte

Alkoholmissbrauch liegt vor, wenn der Betroffene sich oder seiner Umgebung aufgrund von überhöhtem Alkoholverzehr Schaden zufügt. Genießt man ab und zu ein Glas Wein mit Freunden, erfüllt man dieses Kriterium keineswegs. Hier spricht man lediglich von Alkoholgebrauch. Jedoch grenzt das Verzehren bis zum Rausch an Alkoholmissbrauch, auch das Trinkverhalten in nicht angemessenen Situationen. Der Betrunkene schadet Seele und Körper. Er riskiert den Kontrollverlust über sich selbst und sein Handeln. Außerdem können Trinkende aufgrund des Alkoholmissbrauchs ebenso Fremde gefährden, wie etwa am Arbeitsplatz und im Straßenverkehr. Sehr problematisch ist das Konsumieren von Alkohol bei werdenden Müttern: Hier können bereits die kleinsten Mengen dem Embryo schaden.

Ab wann man Alkoholiker ist

Häufig wollen Alkoholiker keineswegs wahrhaben, dass diese schon abhängig sind. Oft reden sie sich ein, dass sie das Trinken jederzeit beenden können. Es gibt unterschiedliche Anzeichen, welche beim Betroffenen auf eine Alkoholsucht hindeuten. Er hat ein zwanghaftes Verlangen, Alkohol zu verzehren. Zudem verliert die betreffende Person die Kontrolle über den getrunkenen Alkohol und vergisst, zu welcher Gelegenheit sie trinkt. Weiterhin bemerkt sie Entzugserscheinungen, sobald das Konsumieren von Alkohol eingeschränkt oder sogar darauf verzichtet wird. Der Betroffene verzehrt Alkohol zur Linderung der Entzugserscheinungen. Er erhöht die Toleranzgrenze, damit er immer mehr Alkohol konsumiert zur Erzielung des erwünschten Effekts. Die betreffende Person kann das eigene Verhalten beim Verzehr keineswegs mehr kontrollieren. Sie bemerkt, dass Alkohol im Alltag eine zunehmende Rolle spielt und weitere Interessen aufgrund des Konsums verdrängt werden. Was schließlich auch auf eine Sucht hinweist, ist, wenn der Betroffene weiterhin kontinuierlich Alkohol verzehrt, obwohl körperliche und psychische Folgen oder Probleme im Alltag und in der Familie festzustellen sind.

Für Klarheit können Alkohol-Selbsttests sorgen

Damit man sich über die tatsächliche Suchtgefährdung klar wird, kann zudem ein Selbsttest für Männer oder Frauen behilflich sein. In dem werden Fragen zum Trinkverhalten gestellt, welche darüber Aufschluss geben, ob sowie in welchem Maß Handlungsbedarf besteht. Im Anschluss erfolgt eine Bewertung, an welcher man das eigene Risikopotenzial erkennt. Ist man sich trotz des Durchführens von Selbsttests keineswegs sicher, ob ein Suchtrisiko besteht oder schon eine Sucht vorliegt, sollte man schnell handeln, damit man auf Nummer sicher geht. Die Behandlung von Alkoholsucht ist während eines frühen Stadiums viel einfacher vorzunehmen.

Besonders suchtgefährdet sind trinkfeste Menschen

Wenn man zu viel Alkohol konsumiert hat, merkt man oft, dass Symptome von Übelkeit und Schwindel auftreten. Bei sehr trinkfesten Personen fehlen diese Anzeichen, was sie für eine Suchtkrankheit anfälliger macht. Bereits bei den ersten Warnzeichen für eine Sucht rentiert es sich, Hilfsangebote anzunehmen. Das Ziel muss keineswegs immer gleich eine völlige Abstinenz sein. Doch oft denken die Betroffenen, dass ihr Verlangen nach Alkohol eine Charakterschwäche ist. Jedoch geht es bei Alkoholsucht um eine zu behandelnde Krankheit. Wenn man nach einem anstrengenden Tag oder in stressigen Situationen oft an das Trinken denkt, zunehmend gereizt ist, man ein schlechtes Gewissen nach dem Alkoholkonsum hat oder an Aktivitäten das Interesse verliert, bei welchen keineswegs getrunken wird, sollte man unbedingt hellhörig werden. Eine Beratung kann zu diesem Zeitpunkt bereits genügen, damit man mit Alkohol erneut einen besseren Umgang findet.

Hilfe suchen und gegen Alkoholismus handeln

Wichtig ist, dass man sich auf keinen Fall scheut, Hilfe zu suchen, falls man sich oder weitere gefährdet sieht. Der Gang zu einer Beratungsstelle oder einem Arzt ist der erste Schritt zur Besserung. Durch ein ausführliches Gespräch über die Trinkgewohnheiten vom Betroffenen werden über die Suchtgefährdung Rückschlüsse gezogen.